Herbst- und Wintercheck fürs Radl

von Redaktion
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Wenn die Temperaturen fallen, kommen auf Radlfahrer zusätzliche Unfall-Risiken zu. Habt ihr euer Radl schon für Herbst und Winter ausgerüstet? Alles überprüft? Denn nichts ist unangenehmer, als mit kalten, klammen Händen im Dunkeln am Radl herumzufummeln, weil irgendetwas nicht passt. Oder von Autofahrern übersehen zu werden. Das geht ziemlich schnell – und liegt oft an mangelnder Beleuchtung des Fahrrads. Hier die wichtigsten Punkte, was ihr beim Herbstcheck alles anschauen solltet.

Klar ist, dass gute Beleuchtung, funktionierende Bremsen und gute Reifenprofile dafür sorgen, besser durch Herbst und Winter zu kommen. Und mit der richtigen Kleidung ist das Radl immer noch eine gute Alternative zum Bus!  Auch jetzt gibt es viele schöne Tage, an denen ihr die frische Luft genießen könnt. Herbstcheck fürs Immunsystem, sozusagen.

Laubhaufen, Matsch, Schnee – wie sieht euer Radlweg im Herbst und Winter aus?

Nicht gepflegte Radwege bilden mit Laub, Matsch, Eis und Schnee gefährliche Rutschfallen für Zweiradnutzer. Der ADFC fordert die Kommunen dringend auf, die vorhandenen Radwege ebenso wie Fußwege bevorzugt zu räumen. Für ungeschützte Verkehrsteilnehmer seien rutschige Wege viel gefährlicher als für Auto- und Businsassen.

Der ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt dazu: „Die oft gesehene Praxis von Straßenmeistereien, Schnee und Laubhaufen auf Rad- und Fußwege zu räumen, ist vollkommen inakzeptabel. Wenn Deutschland ein Fahrradland werden will – und so ist es politisch gewollt, dann müssen wir auch diesen Spieß umdrehen. Die Wege der verletzlicheren Verkehrsteilnehmer, dazu gehören außer Radfahrenden natürlich auch Fußgängerinnen und Rollstuhlfahrer, müssen Priorität bei den Straßendiensten bekommen, wie in den Niederlanden. Nur mit Top-Radwegen in Top-Pflegezustand kann es gelingen, mehr Menschen ganzjährig auf das Rad zu locken.“

Kommunen sind verpflichtet, zu räumen

Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs sind Kommunen verpflichtet, „verkehrswichtige Radwege“ zu räumen. Wenn eine Radfahrerin oder ein Radfahrer ohne eigenes Verschulden auf einem ungeräumten Radweg stürzt, ist die Kommune in der Haftung. Stork: „Jede Straße, jeder Radweg ist potenziell verkehrswichtig für Radfahrerinnen und Radfahrer. Ihre Wege beginnen direkt vor der Haustür und enden am Büro, an der S-Bahnstation, am Supermarkt oder an der Sporthalle. Alle diese Wege sollten von vermeidbaren Sturzfallen befreit sein.“ In den Niederlanden ist die vorrangige Räumung von Rad- und Gehwegen schon Standard.

Auf die Fahrbahn ausweichen ist keine Lösung

Rein rechtlich dürfen Radfahrende auf die Fahrbahn ausweichen, wenn ein Radweg durch Schnee, Eis oder Laubmassen nicht befahrbar ist. Eine echte Lösung stellt diese Regelung aber auch nicht dar. Wollt ih gerne auf die Fahrbahn ausweichen? Da es türmt sich oft auch der Schnee am Rand. Weicht ihr da nicht lieber auch auf Auto, Bus oder Bahn aus?

Herbstcheck, Winterverhalten

Im Winter sollten Autofahrer lieber zwei Meter Abstand beim Überholen von Radlern halten. Und für euch Radler gilt: Tempo reduzieren, Abstand halten und besonders bei fester Schneedecke und Glätte in Kurven weder treten noch bremsen. Lässt sich letzteres nicht vermeiden, muss es frühzeitig und maßvoll geschehen. Bei schlechten Sichtverhältnissen gilt natürlich: Licht an.

Und da fangen wir wieder von vorne an: Herbstcheck nicht vergessen!

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Radeln im Dunkeln: die richtige Beleuchtung - Kondrauer Radl-Blog Oktober 23, 2019 - 6:00 pm

[…] Und vor Unfällen schützen sie nur bedingt. Für mehr Sicherheit insgesamt solltet ihr einen Herbst-Check […]

Antworten
Radler: Freie Fahrt im Winter? - Kondrauer Radl-Blog Radfahren im Winter Januar 8, 2020 - 6:06 pm

[…] an der Kälte im Winter als daran, dass die Reinigung von Radwegen anders als z.B. in Holland keine Prio hat. So häufen sich neben Falschparkern schnell Schnee- und Eisberge auf den Radwegen, während […]

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