Rennrad. Fünf Tipps fürs Christkind von Gudrun.

von Redaktion
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Weihnachten naht, große Wünsche erfüllen sich. Wieso nicht auch vom Christkind ein neues Rennradl, quasi ein himmlisches, bekommen? Was ihr dem Christkindl über euer Wunsch-Rennrad unbedingt sagen solltet, verrät hier Gudrun Stock, die gerade mit ihrem Vierer bei der Bahnrad-Europameisterschaft im holländischen Apeldoorn und gleich darauf in Minsk Silber gewonnen hat.

Tipp 1: Sagt dem Christkind, wie groß ihr seid.

Liebe Gudrun, warum ist dies wichtig? Und was bedeutet das dann?

Die Körpergröße ist darum wichtig zu wissen, um ungefähr einschätzen zu können, welche Rahmengröße ihr braucht. Logischerweise braucht eine kleinere Person ein kleineres Fahrrad als eine größere Person.

Tipp 2: Den richtigen Rahmen wählen.

Liebe Gudrun, Carbon oder Alu?

Ob man ein Carbon oder ein Alu Rahmen wählen sollte, kommt ganz darauf an, wie ambitioniert man den Sport betreiben will. Die meisten professionellen Radfahrer setzen klar auf Carbon Räder, da diese vor allem leichter und auch steifer sind. Wenn man aber den Sport als Hobby betreibt und hin und wieder eine Radtour macht, reicht ein Alu Rahmen vollkommen aus.

Tipp 3: Die passende Schaltung wünschen.

Liebe Gudrun, welche soll das sein? Und wie suche ich diese aus, was muss ich beachten?

Es gibt elektronische Schaltungen und mechanische. Hier verhält es sich genauso wie bei der Rahmenauswahl; es kommt ganz auf das persönliche Verlangen an. Ich persönlich fahre eine mechanische Schaltung, was mir auch vollkommen reicht. Viele Profis fahren elektronische Schaltungen, da man mit dieser „sauberer“ schalten kann. Für mich ist eine mechanische vollkommen ausreichend; die Fahrrad-verrückten unter euch werden aber bestimmt mit der elektronischen noch mehr ihren Spass haben.

Tipp 4: Übersetzung, Übersetzung…

Liebe Gudrun, worauf kommt es hier an?

Ich empfehle immer Übersetzungen, die es erlauben, immer in einem hohen Trittfrequenzbereich zu fahren. Das ist für Männer sicherlich eine andere, als für Frauen. Ich persönlich fahre gerne vorne 52/36 und hinten 28/11. Bei besonders bergigen Etappen baue ich mir hinten auch mal ein 30 oder 32 Ritzel drauf.

Tipp 5: Hoch- oder Tiefprofil?

Liebe Gudrun, was ist der Unterschied? Und wann sollte ich dies jeweils wählen?

Ich liebe Hochprofil. Optisch macht es viel mehr her als Tiefprofil und aufgrund der Aerodynamik rollt es auch viel besser. Einziger Nachteil ist, dass es anfälliger auf Seitenwind ist und auch schwerer ist als Tiefprofil. Für Bergetappen wähle ich dann eher doch immer Tiefprofil.

Kleiner Hinweis fürs Christkind: Wieviel muss es denn anlegen, damit’s ein gscheites Rennradl wird? Und sollten sich Frauen spezielle Damenrennräder wünschen?

Für ein wirklich gutes Rennrad sollten schon mindestens 2000-2500 Euro einkalkuliert werden. Allerdings gibt es hier auch gebrauchte Räder erschwinglich zu kaufen. Nach oben gibt es keine Grenzen und es kommt dann natürlich wieder auf die persönlichen Ansprüche an.

Was wir unbedingt noch wissen wollen:

Liebe Gudrun, lass dir noch einmal zu eurem beachtlichen Erfolg im Oktober in Apeldoorn gratulieren! Was bedeutet das für die WM nächstes Jahr in Berlin für dich?

Die WM in Berlin ist natürlich noch ein Stück weg, aber ich hoffe schon mich dadurch auch für die Mannschaftsverfolgung bei der WM empfohlen zu haben. Ich denke die Chancen dort starten zu dürfen sind nicht schlecht.

Und wie stehen die Chancen aktuell für Tokio? Was ist hier die besondere Herausforderung?

Tokyo ist noch weiter weg. 😉 Allerdings gilt da das gleiche.. Ich denke den ersten Grundstein habe ich gelegt. Jetzt heisst es fokussiert weiter zu trainieren, mich bei der WM nochmal gut zu präsentieren und vor allem muss ich vieles dafür tun, um gesund zu bleiben. Ich habe leider das Problem, dass ich sehr Krankheitsanfällig bin, was mich oft aus der Bahn wirft.

Wir haben uns das Video von Deinem Sturz angesehen. Was war das eigentlich für ein Rennen und wie hat sich der Sturz dann weiter ausgewirkt?

Hier sieht man den Sturz!

Bei der EM bin ich innerhalb des Omniums im Ausscheidungsfahren gestürzt. Das Ausscheidungsfahren ist die dritte Teildisziplin des Omniums. Dabei wird alle zwei Runden immer die Fahrerin rausgenommen, die als letzte den Zielstrich überquert. Eine Fahrerin vor mir hatte sich an einer anderen Fahrerin aufgehangen und stürzte. Ich konnte nicht mehr ausweichen und fiel über sie drüber. Da das Rennen aber dann neutralisiert wurde, bis alle Fahrerinnen wieder auf dem Rad waren, hatte das keinen Einfluss auf mein Ergebnis am Ende.

Und hier die blaue Schulter 🙁

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Und wenn ein Rennrad nicht das Richtige für euch ist, könnte ihr hier schauen, welcher Radl-Typ zu Euch passt.

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