Minsk: Gudrun Stock und die Rekordfrauen…

von Redaktion
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Beim Bahn-Weltcup in Minsk haben die Frauen in der Ersten Runde der Mannschaftsverfolgung deutschen Rekord eingefahren. Im Vierer mit dabei: Gudrun Stock! Auch die Männer waren  erfolgreich. Beide Vierer hatten sich damit für die Finalläufe qualifiziert.

Acht Zehntelsekunden besser

Felix Groß, Theo Reinhardt, Domenic Weinstein und Nils Schomber, der gegen Leon Rohde eingetauscht wurde, konnten sich am Freitag gegenüber der Qualifikation deutlich steigern. Sie verbesserten in 3:53,183 Minuten den deutschen Rekord um rund acht Zehntelsekunden. Damit standen sie im kleinen Finale um Rang drei gegen Italien (3:53,464). Um Gold fuhren die Dänen, die 3:49,518 Minuten erneut klar das schnellste Quartett waren, und Frankreich (3:51,992). Das deutsche Männer-Quartett verbesserte anschließend noch einmal den deutschen Rekord, unterlag aber im kleinen Finale um Bronze in 3:52,685 Minuten gegen Italien (3:51,689). Der Sieg ging an Europameister Dänemark (3:50,207). „Wir haben uns im Turnier zweimal gesteigert, sind sehr stark gefahren und mit Platz vier mehr als zufrieden“, sagte Groß.

Minsk: Frauen sogar neun Zehntelsekunden schneller

Der deutsche Frauen-Vierer fährt weiter in der Erfolgsspur und hat nach dem Gewinn der Silbermedaille bei der Europameisterschaft vor zwei Wochen in Apeldoorn zum Weltcup-Auftakt in Minsk erneut den zweiten Platz belegt. Im Finale steigerten Franziska Brauße (Öschelbronn), Lisa Klein (Erfurt), Lisa Brennauer (Durach) und Gudrun Stock (München) den deutschen Rekord zum dritten Mal in dieser Saison auf 4:14,836 Minuten, mussten sich aber im Finale dem Quartett aus den USA um Zeitfahr-Weltmeisterin Chloe Dygert in 4:13,762 Minuten beugen.

„Wir haben heute echt gut harmoniert und jeder konnte seine Stärken gut ausspielen. Unsere Taktik ist mittlerweile auch optimiert und passt echt gut“, sagte Franziska Brauße. Die Europameisterin in der Einerverfolgung brachte das Quartett auf Position eins wieder in Fahrt. „Die 4:14 Minuten sind eine total krasse Zeit und ein toller Aufwärtstrend. Vor einem knappen Jahr waren wir in Kanada noch mega stolz, dass wir unter 4:20 Minuten gefahren sind“, sagte Brauße weiter.

Dritter Platz im Teamsprint der Frauen

Im Teamsprint der Frauen belegten Pauline Grabosch (Erfurt) und Lea Sophie Friedrich (Dassow) den dritten Platz. In 33,016 Sekunden besiegte das Duo im kleinen Finale die Niederlande (33,238). Grabosch, 2018 bereits Teamsprint-Weltmeisterin, meldete sich nach verpasster WM in diesem Jahr mit starken Zeiten als Anfahrerin zurück. Der Sieg ging an Russland (32,945).

Im Teamsprint der Männer belegten Timo Bichler (Dudenhofen), Stefan Bötticher (Chemnitz) und Maximilian Levy in 43,561 Sekunden den achten Platz. Der Chemnitzer Team Erdgas.2012 mit Nik Schröter, Marc Jurczyk und Maximilian Dörnbach wurde in 43,443 Sekunden Sechster. „Das Ergebnis von Erdgas war wichtig, weil es in die Olympia-Quali eingeht und wir vor Russland lagen“, sagte Bundestrainer Detlef Uibel.

Im Punktefahren belegte Moritz Malcharek aus dem Track-Team Brandenburg den siebten Platz (45 Punkte) beim Sieg des Briten Mark Stewart (95). Bei den Frauen kam die Berlinerin Charlotte Beckernach einem frühen Rundengewinn auf 27 Punkte und wurde Sechste. Der Sieg ging an Jennifer Valente aus den USA (66).

Keirin-Sieg für Emma Hinze in Minsk

Zum Abschluss des Bahn-Weltcups in Minsk (Weißrussland) hat Emma Hinze das Keirin gewonnen. Hinze fuhr sich souverän ins Finale und ließ dort Europameisterin Mathilde Gros (Frankreich) und Hyejin Lee (Südkorea). Vize-Europameister Lea Sophie Friedrich (Erdgas.2012) fuhr auf den siebten Platz. «Emma ist hier nach ihrem krankheitsbedingten Ausstieg bei der EM vor zwei Wochen sehr, sehr stark gefahren», lobte Sprint-Bundestrainer Detlef Uibel seine junge Sportlerin.

Omnium ohne deutsche Beteiligung

Das Omnium der Frauen entschied Jennifer Valente (USA) für sich. Sie war bereits nach den Siegen im Scratch und Temporennen sowie Rang drei im Ausscheidungsfahren ins abschließende Punktefahren gegangen. Dort verteidigte sie ihre Führung und setzte sich mit 130 Zählern vor Letizia Paternoster (116/Italien) und Laura Kenny (108/Großbritannien) durch. Eine deutsche Rennfahrerin war nicht am Start.

Die nächste Station des Bahn-Weltcups findet bereits am kommenden Wochenende in Glasgow (Großbritannien) statt.

Titelbild: Auch in Minsk erfolgreich  (v.l.n.r.): Gudrun Stock, Franziska Brausse, Lisa Brennauer, Mieke Kröger und Lisa Klein © BdR

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Silber in Glasgow: Gudrun Stock - Kondrauer Radl-Blog November 12, 2019 - 10:29 am

[…] beim Weltcup vor einer Woche in Minsk hatte das Quartett Platz zwei hinter den USA belegt. In den beiden ersten Läufen kam Mieke Kröger […]

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