Auf geht’s: Radl-Training im Winter

von Redaktion
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Wollt ihr die Komfortzone verlassen und das Radeln zu eurem Sport machen? Anstatt Joggen R? Eigentlich gilt dasselbe wie beim Training für einen Laufmarathon: Um in der Saison fit zu sein, müsst ihr auch im Winter trainieren. Die gute Nachricht dabei ist, dass dies die perfekte Zeit ist, mit dem Radsport anzufangen. „Nicht nur für Wettkampfsportler gilt: Sommersieger werden im Winter gemacht. Ein schöner Sonnentag im Winter eignet sich ebenfalls hervorragend für ordentlich Trainingskilometer“, erklärt Radsportkenner Philipp Martin vom Hersteller Cannondale. Also auf zum Radl-Training im Winter.

Auch das klassische Rennrad ist im Winter einsetzbar; man muss nur wissen wo und die entsprechende Fahrtechnik beherrschen. Die frische Winterluft ist eine Ausfahrt fraglos wert.

Top: Trainingsgruppen sind langsam unterwegs

Ein Vorteil für euch als Radsport-Einsteiger, wenn ihr nicht alleine trainieren wollt: In den kalten Monaten lassen es erfahrene Radsportler ruhig angehen. Sie wollen für die kommende Saison ihre Form aufbauen und sind nicht im Wettkampfmodus. Das verhaltenere Tempo ermöglicht es ech, euch von Beginn an für eine Trainingsgruppe zu entscheiden, mit stärkeren Fahrern mitzuhalten. Und euch dabei Tipps zu holen und Tricks abzuschauen. „Wer jetzt neu zu einem Trainingstreff kommt, wird in der Regel freundlich aufgenommen und muss sich nicht gleich beweisen“, so Harald Troost vom niederländischen Hersteller Koga. „Damit bietet sich Anfängern die Chance, von erfahrenen Sportlern zu lernen. Erfolg ernten sie dann in ihrer ersten richtigen Saison.“

Nutzen aus neuen Erkenntnissen

Allerdings solltet ihr nicht alles unhinterfragt übernehmen, was die alten Hasen praktizieren – gerade in Sachen Trainingslehre haben sich in den letzten Jahren viele neue Erkenntnisse durchgesetzt.  Björn Geesmann, Sportwissenschaftler und Geschäftsführer des Kölner Trainingsinstituts Staps, erklärt:

„Das Radtraining der alten Schule sah enorme Umfänge mit niedriger Intensität vor und lässt sich kaum auf den Hobby-Alltag übertragen. Auf Basis moderner Leistungsdiagnostik-Methoden lassen sich die individuellen Stärken und Schwächen des Sportlers im Training so optimieren, dass Leistungssprünge über effizientes Training erreicht werden können – wenn man intelligent trainiert.“

So erhalte man mit einem Leistungstest verlässliche Daten, die später die Grundlage einer individuellen Trainingsplanung sind. Beim Radl-Training im Winter kann man diese ebenfalls nutzen

Radl-Training im Winter: Schneller dank Plan und Test

Beim Trainingsplan kommt es freilich nicht nur auf die Ziele, sondern auch auf die Möglichkeiten an. Neben dem Ist‐Zustand – aktuelle Leistungsdaten, sportliche Vorgeschichte, Körpergewicht und physisches Potenzial – ist vor allem das Zeitbudget eine limitierende Größe. „Wer familiär und beruflich stark eingebunden ist, tut gut daran, seine Ziele nicht zu hoch zu stecken“, findet Philipp Martin weiter.

Wenig Aufwand – großer Nutzen

Wenn das Zeitbudget für das Training geklärt ist, kann man für besseren Erfolg mit professioneller Unterstützung daran gehen, diese Zeit optimal zu nutzen. „Individualisiertes Intervalltraining ist gerade bei geringeren Umfängen der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Sportwissenschaftler Geesmann. „Doch das funktioniert nur mit wattbasiertem Training.“ Sich am Tempo oder an der Herzfrequenz zu orientieren, führe in die Irre, so der Experte, denn beides sei von zu vielen Faktoren abhängig. „Die einzige verlässliche Messgröße ist die vom Fahrer erbrachte Leistung in Watt.“ Und die könnt ihr natürlich mit einem entsprechenden Gerät messen.

Genussvolles Rollentraining? Gerne, aber bitte nicht im Keller. das edle Material hat bestimmt ein schöneres Ambiente verdient.

Lösungen für schlechtes Wetter

Falls der Spaß übrigens angesichts regnerisch-kalten Winterwetters auszubleiben droht: Intervalle lassen sich auf einem Rollentrainer fast noch besser absolvieren als auf der Straße. Zumal man dabei gleichbleibende Bedingungen hat. Zum Beispiel mit dem  „Magneto“ von Cycleops (ab 200 Euro). Rollentrainer können mit verschiedenen Laufradgrößen kombiniert werden und auch mit Virtual Training Apps.

Und wenn das alles nichts für euch ist, gibt es natürlich auch tolle Alternativen. Wie Yoga, Pilates, Bouldern, Langlaufen, Schwimmen und vieles mehr. Holt euch einfach hier ein paar Tipps.

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