Radeln im Dunkeln: die richtige Beleuchtung

von Redaktion
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Jetzt ist sie wieder da, die dunkle Zeit. Und die Zeitumstellung am Wochenende reißt es auch nicht raus. Was abends länger Helligkeit bringt, bedeutet dafür dunkle Morgen. Ein gutes Licht muss also so oder so her, denn: Eine gute Beleuchtung ist lebenserhaltend! Wer selber schon erschrocken eine Vollbremsung gemacht hat, weil so ein Lackel mit unbeleuchtetem Mountainbike von rechts auf die Straße geschossen kam, der weiß, wovon die Rede ist.

Beleuchtung am Radler

Während die Beleuchtung am Fahrrad durch die Straßenverkehrs-Zulassungsordnung genau reglementiert ist, gibt es für den Radfahrer selbst keine gesetzlichen Vorgaben. Theoretisch darf man am Körper sogar eine Lichterkette tragen. Doch was gibt’s Sinnvolles für Radler?

Rücklicht am Körper

Eine einfache Möglichkeit, die Sichtbarkeit bei Dunkelheit zu erhöhen, ist ein weiteres Rücklicht am Körper anzubringen. Das kleine „Ixxi“-Akku-Rücklicht von Busch & Müller (22,90 Euro)  wird per Spannband fixiert. Dadurch kann es nicht nur am Radl, sondern auch sicher an Schlaufen von Rucksack, Jacke oder Hose befestigt werden. Die Hochleistungs-LED leuchtet hell und mit großem Abstrahlwinkel nach hinten.

 

 

Helm mit Beleuchtung

Ein Helm mit Beleuchtung sorgt dann für mehr Sichtbarkeit, wenn der Blick auf das Rad z. B. durch parkende Autos verdeckt ist. Der Stadthelm „Urban I 3.0 Signal“ von Abus (84,95 Euro) besitzt ein integriertes LED-Licht, das für eine 180-Grad-Sichtbarkeit nach hinten und zu den Seiten sorgt. Zudem verfügt der Helm über diverse Reflektoren und ist in drei leuchtenden Signalfarben erhältlich.

Ein reflektierender Rucksack

Beim Rucksack „Velocity High Visibility“ von Ortlieb (139,99 Euro) ist ein spezielles Reflexgarn verarbeitet, das im Scheinwerferlicht den kompletten Rucksack reflektieren lässt. Dabei ist der Rucksack wasserdicht und bietet mit 24 Litern genügend Stauraum für Arbeits- oder Schulmaterialien. Zusätzlich kann an einer Klettplatte ein Akku-Rücklicht angebracht werden. Den Rucksack gibt es wahlweise in Schwarz oder Gelb.

Reflexion für Arm und Bein

Der Spezialist für urbane Accessoires Fahrer Berlin hat in seinem Angebot diverse Produkte, um die Sichtbarkeit mit einfachen Mitteln zu verbessern. Das „Band“ (14 Euro) wird um das Bein geklettet und ist mit einem Reflektorstreifen ausgestattet. So wird man besser wahrgenommen – das Hosenbein verfängt sich nicht in der Kette und wird nicht schmutzig. Zudem gibt es spezielle „Reflektor Buttons“ (5,95 Euro), die an die Kleidung geklettet werden, etwa um beim Abbiegen für Reflexion am Arm zu sorgen.

Auffällige Bekleidung

Mit der „Luminum“-Kollektion bietet Bekleidungsspezialist Vaude eine spezielle Bekleidungslinie mit besonders reflektierenden Elementen. Die Reflektoren sind so angeordnet, dass sie dem Radfahrer eine 360-Grad-Sichtbarkeit verleihen. Die Produkte bestehen aus Bluesign-zertifiziertem Material und sind somit nachhaltig gefertigt. Die Kollektion gibt es für Männer, Frauen und Kinder und umfasst diverse Produkte wie eine Performance-Jacke (130 Euro), eine Regenhose (100 Euro) und einen Helmüberzug (18 Euro).

Der Standard: Warnweste

Warnwesten sind einfache und wirksame Helfer. Gerade bei Kindern wird gerne zu dem reflektierenden Überzieher gegriffen. Die „Vest Illu“ von M Wave (ab 4,90 Euro) https://www.messingschlager.com/de/marken/m-wave/ entspricht der europäischen Norm für Warnbekleidung. Die neongelbe Weste kommt mit zwei Reflexstreifen und lässt sich in der Weite regulieren. M Wave bietet die Warnweste sowohl in Kinder- als auch in Erwachsenengrößen an.

Universeller Überzug

Ebenfalls von M Wave kommt der universelle „Maastricht Protect“ (11,90 Euro). Der neongelbe Taschenüberzug dient sowohl als Regenschutz als auch als Hilfe für bessere Wahrnehmbarkeit. Für Letzteres sorgen 3M-Scotchlite-Reflexstreifen an drei Seiten. Der Überzieher ist an Rucksäcken bis 25 Liter Volumen verwendbar.

Licht am Rucksack

Einer Kooperation des Outdoor-Spezialisten Vaude und der Beleuchtungsexperten von Osram ist das „Osram-Light me up Kit“ (25 Euro) entsprungen. Ein rot leuchtender LED-Lichtleiter wird dabei am Rucksack befestigt und per Akku oder Powerbank via USB betrieben. Das Beleuchtungskonzept sorgt für eine 270-Grad-Sichtbarkeit. Allerdings ist eine Verwendung nur an speziellen Vaude-Produkten möglich, z.B. am Rucksack „City Go 30“ (120 Euro).

Der Handschuh am Rad

Als Schutz vor Kälte, aber auch für bessere Sichtbarkeit, bietet Tucano Urbano eine spezielle „Griffabdeckung“ (ab 29,90 Euro) an. Die wasserdichten, handschuhartigen Überzieher werden am Lenker befestigt. Mit den Händen kann man einfach hineinschlüpfen und die Finger werden durch ein Kunstfellfutter gewärmt. An den Griffabdeckungen sind zusätzlich Reflektoren angebracht. Den Schutz gibt es in fünf unterschiedlichen Varianten.

Die Helmlampe: mehr Licht nach vorne

Bei Mountainbikern sind Helmlampen bereits seit langem beliebt (z.B. „PWR Commuter“ von Knog; 59,99 Euro). Während die Leuchte am Lenker alles wichtige vor dem Rad ausleuchtet, scheint eine Helmlampe dorthin, wo man selbst hinsieht. Im Straßenverkehr sind sie nicht unumstritten, denn bei falscher Einstellung können sie den Gegenverkehr stark blenden. Die Lampe muss also so eingestellt sein, dass der Gegenverkehr nicht gestört wird. Gedimmt und mit einem weit nach unten zeigenden Lichtkegel können sie die Sicherheit durch bessere Sichtbarkeit aber erhöhen.

Weder die Helmlampe noch die anderen Beleuchtungen ersetzen die STVZO-konforme Beleuchtung am Radl. Sie sollen nur zusätzlich für Sichtbarkeit sorgen. Und vor Unfällen schützen sie nur bedingt. Für mehr Sicherheit insgesamt solltet ihr einen Herbst-Check machen.

Quelle: Pressedienst Fahrrad

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