Radeln: Gesundheit hoch zehn

von Redaktion
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Ja, natürlich habt ihr das schon tausend Mal gehört. Radeln ist gut für die Gesundheit. Aber warum eigentlich? Weil es mindestens zehn gute Gründe gibt. Und sich bereit eine halbe Stunde regelmäßiges Radfahren positiv auf Leib und Seele auswirkt.

Grund 1

Radlfahren stärkt das Herz-Kreislauf-System

Wissen wir alle: Regelmäßige körperliche Aktivitäten verringern das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die WHO sagt, dass bereits fünfmal in der Woche je 30 Minuten Bewegung gegen die Zivilisationskrankheiten hilft. „Radfahren stärkt nicht nur die Beine, sondern auch das Herz. Bereits 33 gefahrene Kilometer pro Woche sollen das Risiko für koronare Herzerkrankungen halbieren“, weiß auch Jasmin Schejbal vom Fahrradhersteller Winora. Dabei gehe es nicht um sportliche Höchstleistungen.

Alles in Maßen, auch für die Gesundheit

Bereits mäßige, vor allem aber regelmäßige Bewegungen können helfen. Der Blutkreislauf kommt in Schwung, was das Schlagvolumen des Herzens erhöht und gleichzeitig die Pumpleistung beruhigt. Außerdem wird das Blutvolumen des Herzens vergrößert. Als zusätzlicher Nebeneffekt wird Cholesterin abgebaut. Das wirkt einer Verkalkung der Blutgefäße mit entgegen.

Grund 2

Radfahren stärkt das Immunsystem

Das klassische Allround-Rad hat nach wie vor seinen Platz im Zentrum des Radverkehrs. Die Vorteile: geringes Gewicht (ohne Motor und Akku) und vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Und es kann dabei auch sehr sportlich ausgelegt sein. Quelle: pd-f.de / Sebastian Hofer

Radlfahrer sind oft Regen, Wind und Kälte ausgesetzt. Diverse Studien zeigen: Körperliche Belastung und Erholung an der frischen Luft erhöhen die Leistungsfähigkeit des Immunsystems. „Es ist äußerst wirksam, sich unterschiedlichen Kälte- und Wärmereizen auszusetzen. Das macht widerstandsfähiger gegen Erkältung“, bekräftigt Dauerradfahrer Volker Dohrmann vom Radhersteller Stevens Bikes. Hinzu kommt, dass bei Bewegung an der frischen Luft mehr Licht über die Netzhaut aufgenommen wird, was die Vitaminproduktion fördert. Und so ebenso die Abwehrkräfte stärkt. Der schützende Effekt tritt jedoch erst langfristig ein.

Grund 3

Radfahren verbessert die Funktion der Atemwege

Beim Radlfahren werden die Lungen l dauerhaft mit frischem Sauerstoff versorgt. Und die erhöhte Atemfrequenz stärkt die umliegenden Muskeln. Eine trainierte Lunge pumpt mehr Luft aus den Lungenflügeln. Dadurch kann mehr sauerstoffreiche Luft nachströmen. Verstärkt wird der Effekt beim Radeln im Grünen.

Achtung kalte Luft!

Aber Vorsicht: Zu kalte Luft kann zu Problemen führen. „Wenn die Temperatur deutlich in den Minusbereich geht, kann man als Radfahrer auf eine Gesichtsmaske oder ein Schlauchtuch zurückgreifen“, rät Anna Rechtern vom Outdoor-Spezialisten Vaude .

Grund 4

Radfahren hilft bei Rückenleiden

Rückenschmerzen kommen oft von einer zu schwachen Muskulatur im Rumpfbereich. Wenig Bewegung und viel und falsches Sitzen tun ihr Übriges. Für einen gesunden, stabilen Rücken sind gerade die tiefer liegenden, kleinen Muskeln zwischen den Wirbeln wichtig. Und die werden durch Radfahren gestärkt. „Wichtig ist dabei die richtige Sitzhaltung: Der Oberkörper sollte etwas nach vorne geneigt sein, damit der Körperschwerpunkt möglichst über den Pedalen liegt“, erklärt Sebastian Marten vom Hersteller MTB Cycletech.

 

 

Grund 5

Radfahren hilft gegen Depressionen

Leicht und winddicht, dabei gut sichtbar, so soll ein Windbreaker sein. Das Modell „Green Core“ von Vaude ist zudem wasserabweisend und besteht zum Teil aus Recyclingmaterial.

Bereits 30 Minuten Radfahren reichen, um reichlich Endorphine auszuschütten. Sie sind dafür verantwortlich, dass sich Radler entspannter fühlen und weit weniger an Depressionen leiden als Nichtsportler. Das belegt eine Studie der Universitätsklinik Tübingen. Bei Menschen mit Depressionen würden sich die Blutwerte nach 30 Minuten Radfahren wieder normalisieren. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die gleichmäßigen, zyklischen Bewegungen beim Radeln eine entspannende Wirkung auf die Psyche haben.

 

Grund 6

Radfahren schützt die Gelenke

Radfahren ist – anders als Joggen – besonders gelenkschonend. Schließlich sitzt man dabei auf einem Sattel und lässt dort das meiste Gewicht. Die kreisförmige Be- und Entlastung der Gelenke sorgt dafür, dass die Gelenke besser mit Nährstoffen versorgt und Abbauprodukte entsorgt werden.

„Das gilt insbesondere für Kniegelenke“, erklärt der ehemalige Radrennfahrer Marten. Selbst Menschen mit bereits geschädigten Gelenken können durchaus mitradeln – oder alternativ zum Liegerad greifen. „Die liegende Position mit breitem Sitz entlastet den Oberkörper. Auch genießt man einen guten Rundumblick und durch die ergonomische Sitzposition werden taube Gliedmaßen verhindert“, so Alexander Kraft vom Liegeradhersteller HP Velotechnik .

 

 

Grund 7

Radfahren stimuliert das Gehirn

Überall hin und immer dabei, wie ein Fahrrad. Und kaum Anstrengung beim Fahren, auch wenn der Einkauf mal etwas gewichtiger ausfällt. So ein modernes, hochwertiges Pedelec (hier ein Modell der Firma Flyer) kann manch ein Auto ziemlich alt aussehen lassen.

Oft kommen einem beim Radfahren die besten Idee. Auch Albert Einstein oder Arthur Conan Doyle sind gern geradelt. Denn die Bewegung regt die Hirndurchblutung an. So können sich die Nervenzellen besser verzweigen und das Gehirn wird leistungsfähiger.

Grund 8

Radlfahren verbessert die Koordination

Schnell und pfiffig, und ganz ohne E: Der Tretroller „Joker“ von Puky mit Luftbereifung und V-Brakes richtet sich an alle Nutzer ab Körpergröße 135 cm.

Lenken, Treten, Umschauen, Konzentrieren: Radfahren stellt komplexe motorische Anforderungen. „Zudem werden verschiedene Formen der Wahrnehmung geschult, was nicht nur bei Kindern die Koordinationsfähigkeit und das Gleichgewicht stärkt“, erklärt Guido Meitler von Puky.  Speziell im Verkehr werden die unterschiedlichen Sinne geschärft. Hinzu kommt, dass durch das Radfahren Transfereffekte fürr andere Bewegungsformen erzielt werden. „So ist Radfahren auch eine gute Vorbereitung fürr andere Sportarten“, ergänzt Meitler. Von Puky gibt’s jetzt auch etwas für Erwachsene: einen Tretroller mit großen Rädern, ganz ohne Elektro.

 

Grund 9

Radfahren macht schlank

Ausdauertraining ist eine effektive Methode zum Fettverbrennen. Beim Fahrradfahren kann man sowohl aerobes, intensives, als auch Intervalltraining absolvieren. Bei der besseren Trainingssteuerung helfen entsprechende Leistungsmesser. Hobbyradlern, die ihren Stoffwechsel ankurbeln wollen, rät Mareen Werner von Sport Import , Vertriebspartner von Powertap , zu längeren Strecken mit geringer Intensität. Geübtere Biker sollten sich mit Intervalltraining versuchen, also auch einmal einen kurzen Sprint einlegen. „Trainingspläne helfen, effektiver abzunehmen“, bekräftigt Werner.

Grund 10

Radfahren verbessert den Schlaf

Wissenschaftler der Universität Oregon haben festgestellt, dass gerade die Leicht- und Tiefschlafphasen bei aktiven Menschen deutlich besser sind. Dabei ist aber Sport nicht gleich Sport. Radfahren bietet sich insbesondere für Menschen an, die ihre Aktivität in den Abendstunden betreiben. Ausdauersportarten verbessern die Schlafqualität, weil es hier im Gegensatz zu z. B. Ballsportarten nicht um Sieg oder Niederlage geht. Der Körper wird weniger in Aufregung versetzt und schüttet weniger Hormone aus, was das Einschlafen erleichtert.

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