Dürfen wir vorstellen: Gudrun Stock

von Redaktion
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Gudrun Stock arbeitet sich immer weiter nach vorne im deutschen Radsport. Auch die Erfolge dieses Jahr können sich sehen lassen. Trotzdem wissen meist nur Radsport-Enthusiasten, wer sie ist. Mit der Bahnrad-WM in Berlin nächstes Jahr wird sich das sicher ändern. Wir wollten euch das Radl-Talent aus Bayern, das euch bereits Trainings-Tipps hier gegeben hat, einmal gründlich vorstellen. Und haben ihr einfach ein paar Fragen gestellt.

Gdrun Stock

Liebe Gudrun Stock, natürlich wollen wir wissen, wie alt du bist und wo du aufgewachsen bist…

Gudrun Stock: Ich bin 24 Jahre alt und seit meinem zehnten Lebensjahr bin ich in München groß geworden. Davor habe ich in Deggendorf gewohnt, wo ich auch geboren bin.

Hat dich irgendetwas oder irgendjemand in deiner Kindheit auf den durchaus harten Beruf des Profisportlers vorbereitet?

Auf den Profisport speziell hat mich nichts vorbereitet. Allerdings habe ich schon, seit ich drei Jahre alt bin, sehr viele Sportvereine zusammen mit meinen Brüdern besucht. Es gibt kaum etwas, was wir noch nicht gemacht haben. 😉 Ich habe also schon früh gelernt, keine Scheu vor Schweiß zu haben. In den Profisport selber bin ich dann nach und nach reingewachsen.

Gudrun StockWas fasziniert dich speziell am Radfahren?

Am Radsport fasziniert mich vor allem immer wieder die Geschwindigkeit, die man erreichen kann. Das Gefühl des Windes im Gesicht, wenn an mit 60 Stundenkilometern seine Kreise auf der Bahn zieht ist einmalig.

Seit wann fährst du Rad und seit wann als Profi?

Ich fahre Rad, seitdem ich zwölf Jahre alt bin. Ab meinem sechzehnten Lebensjahr habe ich es dann ein wenig ernster genommen. Und mit 18 bin ich dann Profi geworden.

Wie viele Kilometer legst du so pro Jahr zurück?

Ich fahre pro Jahr so ca 18000-20000 km.

Wie sieht ein ganz normaler (Trainings-)Tag bei dir aus?

An einem normalen Trainingstag schlafe ich bis etwa neun Uhr. Danach frühstücke ich in Ruhe und gehe meistens um elf Uhr trainieren. Wenn ich nachmittags zurück bin, esse und dusche ich und ruhe mich aus. Bis meine Freunde aus der Arbeit kommen und wir etwas unternehmen können. Wenn ich allerdings die vier Monate im Jahr in meiner Ausbildung zur Bundespolizistin bin, beginnt mein Tag schon morgens um sechs. Bis 16:15 Uhr habe ich Unterricht, danach geht es noch bis etwa 20 Uhr ins Training. Danach noch schnell Abendessen, ein wenig lernen und ab ins Bett.

Gudrun StockMachst du in deiner Freizeit überhaupt noch Radlausflüge? Bzw. hast du überhaupt Freizeit und was machst du dann am liebsten?

Radausflüge mache ich nie. Ich glaube den letzten habe ich mit ca 14 Jahren mit meiner Mutter gemacht. 😉 Da es eh schon mein Beruf ist Fahrrad zu fahren, mache ich in der Freizeit dann doch lieber etwas anderes. Tennis spiele ich gerne mal wenn es passt.

Das Olympia-Radstadion wurde 2015 abgerissen. Wo trainierst du, wenn du zuhause bist?

Leider gibt es keine Bahn in München. Wenn ich zu Hause bin, trainiere ich auf der Strasse oder auf der Rolle. Generell bin ich aber eher selten zu Hause, daher ist das schon okay.

Was war bisher dein schönstes Rennen und warum?

Ich kann gar nicht wirklich sagen, welches Rennen bis jetzt am schönsten war. Allerdings war die Deutsche Meisterschaft im Punktefahren dieses Jahr bestimmt eines der schönsten. Es lief von Anfang bis Ende sehr gut und war am Ende dann auch mit Erfolg gekrönt.

Was ist dein Spezial-Tipp für unsere radelnden Leser(-innen)?

Mein Spezial Tipp ist, immer den Spaß beim Radeln zu behalten. Wenn man das Ganze zu sehr verkrampft sieht und sich zu viel Druck macht, geht das meistens nach hinten los. Wenn man aufsteht und mal keine Lust hat Rad zu fahren – auch einfach mal sein lassen. Mein Lieblingsgetränk beim Sport ist ganz einfach Wasser. Besonders gut beraten ist man mit dem Mineralwasser von Kondrauer, erfrischend bayerisch!

Gudrun Stock

Bilder © Gudrun Stock

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